Aischa: 

Mein Seelenhund

 

Im Dezember 2003, habe ich Aischa im Tierheim Bielefeld kennen gelernt, wo ich zu dem Zeitpunkt 12 Jahre alt war und begann mich ehrenamtlich zu engagieren. 

Da sass sie eines Tages im Zwinger frisch aus Rumänien ins Tierheim gekommen. Völlig verfilztes Fell (so roch sie auch) und überaus ängstlich ja eher schon panisch. Wochen vergingen, bis man überhaupt ein bisschen an sie heran kam, meistens sass ich aber einfach nur stundenlang in ihrem Zwinger und war einfach da. 

Viele Annäherungsversuche scheiterten und manchmal wusste ich auch nicht so recht, wer mehr Angst von uns beiden hatte. Ahnung hatte ich ja auch keine. 

Irgendwann durfte ich sie ein wenig streicheln und das obwohl sie bei jeder Berührung zusammen zuckte. Es wurde besser! Die ersten Spaziergänge, waren die reinste Katastrophe und Aischa wollte immer nur eins " Weg "! Raus aus Halsband und Geschirr, weg von mir, weg von dem was da draußen alles so los ist. Sie kannte es eben nicht und alles versetzte sie in große Angst. 

GEMEINSAM konnten wir aber alles schaffen. Das Vertrauen wuchs und von mir gab es nur einen einzigen Wunsch " Ich möchte diesen Hund haben". So sehr und lange sich meine Eltern auch dagegen wehrten, sie konnten irgendwann einfach nicht mehr nein sagen. Am 28.07.2004 war dann der Große Tag. 

Die beste Überraschung meines Lebens! Von nichts habe ich gewusst und auf einmal stand sie da im Garten bei meiner Oma. Von dem Tag an, wusste ich wir sind unzertrennlich.

Wir hatten viele Hürden zu meistern aber Aischa vertraute mir inzwischen Blind und sie wurde zu meinem Schatten. Viele teils auch anstrengende Monate lagen vor und auch hinter uns, aber diese bedingslose Liebe bekam eine ganz besondere Bedeutung und war stets von Fortschritten geprägt. 

Wenn ich an ihrer Seite war, so war die Angst nicht mehr schlimm, weil sie wusste ich passe auf sie auf IMMER. 

Gemeinsames Eis essen, in die Stadt gehen, ja sogar feiern es ging alles. Fremde sind nie ihre Freunde geworden, aber das mussten sie auch nicht. 

Aischa war alles in eins für mich. Mein Seelenhund, meine beste Freundin, meine große Liebe.

Am 15.05.2018 war es dann leider so weit. Der letzte aber wohl auch wichtigste Liebesbeweis... Ihre Knochen machten einfach nicht mehr mit, sie wollte noch aber konnte einfach nicht und sollte sie einfach nicht länger leiden. 

Aischa -mein Mädchen du fehlst hier so so sehr, dass man es gar nicht in Worte fassen kann. Ich denke jeden Tag an dich und würde mir nichts mehr wünschen, als dich wieder hier zu haben! 

Du bist diese ein, dieser eine Hund, den man nur einmal hat im Leben mein Seelenhund. Ich danke dir, für jede einzelne gemeinsame Minute, für jeden Tag, für jedes Jahr in dem wir durch dick und dünn gegangen sind. Du bist und bleibst das beste, was mir je passiert ist. Pass auf dich auf und warte auf mich! Eines Tages werden wir uns wieder sehen.

 

 

Bolle: 

mein Baby

 

2009 stand fest, dass Aischa kein Einzelhund bleiben soll. Sie war inzwischen soweit, dass es zeitlich gut passte ihr einen Kumpel an die Seite zu stellen. Das die Suche nicht einfach wird, war klar vor allem weil Aischa in "ihrem" Territorium andere Hunde noch nicht wirklich toll fand zumindest dann, wenn sie sie noch nicht kannte. 

Im Internet fand ich Bolle (damals hiess er noch Wurzel) inzwischen 3 Jahre alt und kam ursprünglich aus Spanien ins Tierheim Bielefeld und sollte nun dahin zurück, wenn sich niemand für ihn findet. 

Ich wollte ihn kennen lernen, einen lieben netten unkomplizierten Zweithund das war mein Wunsch. 

Als die Besitzerin mit ihm zu uns kam, kam es dazu das wir uns nicht wie geplant auf der Strasse treffen sondern wir uns quasi direkt vor unserer Haustür begegneten. Und was macht Aischa?? Sie fordert Bolle direkt zum spielen auf vor "IHRER" Haustür. Wer hätte das gedacht? Damit nahm Aischa mir die Entscheidung im Prinzip ab, weil sie ganz klar sagte er darf bleiben.

Also blieb Bolle direkt zur Probe bei uns und am nächste Tag, wurde dann auch schon der Übernahmevertrag im Tierheim gemacht. Anders wie beschrieben, entwickelte Bolle innerhalb kürzester Zeit ganz andere Verhaltensweisen. Jagttrieb bei allem was sich bewegt, im Dreieck springen bei Hunden und Fahrradfahrern und noch einiges mehr. 

Es stand eine Menge Arbeit auf dem Plan, aber wir haben die Herausforderung natürlich angenommen und stetig Fortschritte gemacht. 

Er liebte jeden Menschen, war dabei nie aufdringlich und wusste auch, wann es einfach mal angebracht ist zu gehen. Jeden Hund nahm er direkt freundlich ins Rudel auf und auch sonst entwickelte er sich zu einem absolut angenehmen und unkomplizierten Vierbeiner. Niemand war so verschmust wie er und gleichzeitig sah er es überhaupt nicht ein, sich mal zu bewegen wenn man nach Hause kam. Warum auch? Man kommt ja immer wieder, da muss man es mit freuen ja nicht übertreiben :D Was neben Fressen seine anderen beiden größten Leidenschaften erklärt: Schlafen und Wärme! Im Sommer in der größten Hitze in der Sonne und im Winter immer vorm Ofen. 

Aischa war seine allerbeste Freundin und am 06.01.2021 ist er ihr ins Regenbogenland gefolgt... 

Machs gut mein Junge! Im Herzen bist du immer bei mir

Ich freue mich auf Sie

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